Aktualisiert im September 2026: Dieser Artikel behandelte ursprünglich Marketing auf Google+. Heute erläutert er Alternativen für Unternehmen und zeigt, wie Sie veraltete Ratschläge aus Ihrer Planung entfernen.
Die Verbraucherversion von Google+ wurde 2019 eingestellt. Google kündigte die vorgezogene Abschaltung für April an. Anleitungen zu Google+-Kreisen, +1 oder dem Kauf von Google+-Followern beschreiben keinen verfügbaren Marketingkanal mehr.
Entscheidend ist heute, welche Aufgabe der Kanal erfüllen sollte: Menschen auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen, Fachwissen zeigen oder Kundenkontakte pflegen. Diese Ziele erfordern unterschiedliche Werkzeuge.
Ist das Google Unternehmensprofil dasselbe wie Google+?
Nein. Das Google Unternehmensprofil verwaltet Unternehmensinformationen in der Suche und auf Maps; es ist nicht das frühere soziale Netzwerk Google+.
Googles Zulassungsregeln verlangen grundsätzlich persönlichen Kundenkontakt. Reine Onlineunternehmen sind nicht berechtigt. Prüfen Sie die Kriterien, bevor Sie mit einem lokalen Profil planen.
Prüfen Sie bei einem berechtigten lokalen Unternehmen, welche Angaben Kunden vor der Kontaktaufnahme benötigen. Stimmen die Öffnungszeiten? Zeigen die Fotos das heutige Unternehmen? Führt der Website-Link auf eine hilfreiche Seite? Investieren Sie bei einem Onlineunternehmen dieselbe Sorgfalt in verständliche Leistungsseiten, verlässliche Kontaktdaten und hilfreiche Website-Inhalte.
Wählen Sie Kanäle nach ihrem Zweck
Ein Unternehmen muss seine frühere Social-Media-Präsenz nicht auf jeder verfügbaren Plattform nachbauen. Beginnen Sie mit einer Kundenfrage und wählen Sie einen Ort, an dem Sie diese gut beantworten können. Die folgende Übersicht dient der Planung und verspricht weder Besucher noch Verkäufe.
| Kundenbedürfnis | Möglicher Kanal | Hilfreiche Inhalte |
|---|---|---|
| Ihr Angebot verstehen | Ihre Website | Klare Leistungsbeschreibungen, Beispiele und Bestellinformationen. |
| Ein Unternehmen in der Nähe finden | Google Unternehmensprofil, sofern berechtigt | Aktuelle praktische Angaben für Besuch oder Kontakt. |
| Eine Anwendung kennenlernen | YouTube oder geeignete Videoplattformen | Eine Vorführung, die eine konkrete Frage beantwortet. |
| Ihre Arbeit verfolgen und Fragen stellen | Eine passende Social-Media-Seite oder Community | Nützliche Neuigkeiten und aufmerksame Antworten. |
| Wieder von Ihnen hören | Ein freiwillig abonnierter E-Mail-Verteiler | Informationen, die Abonnenten tatsächlich angefordert haben. |
Eine Werkstatt könnte beispielsweise ihren Reparaturservice auf der Website erklären, eine Wartungsaufgabe in einem Video zeigen und anschließend Fragen auf einer Social-Media-Seite beantworten. Jeder Inhalt hat einen Zweck und führt direkt zum nächsten hilfreichen Schritt.

Entfernen Sie alte Google+-Verweise
Prüfen Sie Website-Fußzeile, Kontaktseite, E-Mail-Signatur und ältere Artikel auf Google+-Profillinks oder Teilen-Schaltflächen. Testen Sie die Ziele, statt davon auszugehen, dass ein altes Symbol noch funktioniert. Entfernen Sie überholte Verweise und ersetzen Sie sie nur, wenn ein aktueller Link den Lesern hilft.
Prüfen Sie auch den umgebenden Text. Ein Absatz kann irreführend werden, obwohl seine Links noch aufrufbar sind. Entfernen Sie Anleitungen für nicht mehr verfügbare Funktionen und Versprechen, dass eine Interaktionszahl automatisch Google-Platzierungen verbessert. Behalten Sie einen älteren Artikel als Hintergrund, erläutern Sie seinen aktualisierten Zweck am Anfang.
Erstellen Sie Inhalte, die über eine Plattform hinaus nützlich sind
Bewahren Sie Originalfotos, Videodateien und Artikelentwürfe an einem geordneten Ort unter Ihrer Kontrolle auf. Beantworten Sie wiederkehrende Kundenfragen auf Ihrer Website und passen Sie diese Erklärungen anschließend an Ihre tatsächlich betreuten Social-Media-Kanäle an. Das erleichtert spätere Aktualisierungen, wenn sich eine Plattform verändert.
Unser Leitfaden zum Ausbau einer Facebook-Unternehmensseite mit hilfreichen Inhalten zeigt, wie Profilinformationen, Beiträge und Kundengespräche zusammenwirken. Übertragen Sie dieses Prinzip auf andere Kanäle: Jeder Beitrag sollte Ihr Angebot verständlicher machen und zum passenden nächsten Schritt führen.
Messen Sie hilfreiche Ergebnisse
Wählen Sie wenige Kennzahlen passend zu Ihrem Ziel, etwa relevante Website-Besuche, qualifizierte Anfragen, Buchungen oder wiederholte Käufe. Halten Sie fest, was Sie veröffentlicht und wohin Sie Besucher geführt haben. Eine höhere Followerzahl allein zeigt nicht, ob Menschen Ihr Angebot verstanden haben oder Kunden geworden sind.
Beginnen Sie mit einer überschaubaren Änderung: Entfernen Sie einen defekten Social-Media-Link, verbessern Sie eine wichtige Leistungsseite oder beantworten Sie eine häufige Frage. Bauen Sie auf dem auf, was Ihrer Zielgruppe hilft, und überprüfen Sie Ihre Kanalwahl regelmäßig, statt sich auf einen Marketingplan aus einer anderen Zeit zu verlassen.